Die Feiertage gelten traditionell als Zeit der Ruhe, des Rückzugs und der Entspannung. In der Realität erleben jedoch viele von uns genau das Gegenteil: Termine, familiäre Erwartungen, finanzielle Belastungen oder einfach der Wunsch, allem gerecht zu werden, machen diese Phase oft ziemlich anstrengend.
Vor diesem Hintergrund wächst das Interesse an Möglichkeiten, die dabei helfen können, mit Stress bewusster umzugehen. Das Thema CBD bei Stress rückt dabei immer häufiger in den Fokus von Medien, Forschung und Verbraucher:innen.
Ein guter Grund sich einmal anzuschauen, was aktuelle Studien zu CBD bei Stress herausgefunden haben und welche Einordnung diesbezüglich überhaupt möglich ist. Eins sei vorweg genommen: Aktuell ist dieser Bereich weiterhin im Fokus der Wissenschaft und Forschungen bei weitem noch nicht abgeschlossen.
Warum CBD im Zusammenhang mit Stress diskutiert wird
Stress ist kein klar definierter Zustand, sondern ein komplexes Zusammenspiel aus psychischen, körperlichen und sozialen Faktoren. Belastungen können kurzfristig auftreten oder sich über längere Zeit aufbauen. Parallel dazu ist die Nutzung von CBD-Produkten in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Produkte wie CBD Öl oder Vapes werden von vielen Menschen in unterschiedlichen Alltagssituationen verwendet. Viele haben dabei das Ziel, einen Ausgleich und Entspannung zu finden.
Aus wissenschaftlicher Sicht ist dieses wachsende Interesse ein wichtiger Anlass, CBD genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei geht es meist um die Erforschung möglicher Zusammenhänge zwischen CBD und stressbezogenen Prozessen im Körper. Diesbezüglich muss man immer zwischen persönlichen Erfahrungen, theoretischen Mechanismen und wirklich belastbaren Studienergebnissen unterscheiden.
Aber kommen wir zu den aktuellen Studien und was sie herausgefunden haben.
Aktuelle Studien zu CBD und Stress
Klinische Studie zur akuten Stressreaktion (BMJ Open, 2024)
Eine im Fachjournal BMJ Open veröffentlichte Studie aus dem Jahr 2024 untersuchte, wie sich CBD in einer kontrollierten Umgebung auf akute Stressreaktionen auswirkt. Die Forschenden nutzten ein randomisiertes, placebokontrolliertes Design mit gesunden Proband:innen. Ziel war es, zu analysieren, ob sich unter standardisierten Stressbedingungen Unterschiede in der subjektiven Wahrnehmung oder in physiologischen Parametern zeigen.
Die Teilnehmenden wurden gezielt Stresssituationen ausgesetzt, unter anderem mithilfe virtueller Realität (VR). Erfasst wurden sowohl Selbstauskünfte als auch messbare Größen wie die Herzfrequenz oder der Cortisolspiegel. Die Studie liefert damit einen methodisch sauberen Ansatz, um akuten Stress unter Laborbedingungen zu verstehen. Gleichzeitig bleibt sie in ihrer Aussagekraft begrenzt, da sie nur kurzfristige Effekte in einer künstlichen Situation betrachtet.
Zusammenfassung der Studie:
- Studiendesign: randomisiert, placebokontrolliert
- Fokus: akute Stressreaktionen im Labor (VR)
- Daten: subjektive Wahrnehmung & physiologische Marker
- Einschränkung: kurze Dauer, begrenzte Teilnehmerzahl
- Einordnung: explorative Untersuchung ohne Langzeitaussagen
Aktuelles Ergebnis:
Sehr kurz gefasst, lässt sich sagen, dass bei physiologischen Stressmarkern wie Herzfrequenz oder Cortisol sich keine eindeutigen Effekte zeigten. Aufgrund des explorativen Designs und der kurzen Dauer sind die Ergebnisse vorsichtig einzuordnen.
Neuroimaging-Studie zu Stressverarbeitung (ClinicalTrials.gov, 2025)
Ein weiteres Forschungsprojekt ist seit 2025 auf ClinicalTrials.gov registriert und befasst sich mit der neuronalen Verarbeitung von Stress. Diese Studie befindet sich noch in der laufenden Phase und nutzt bildgebende Verfahren, um Stressreaktionen direkt im Gehirn sichtbar zu machen.
Der Fokus liegt darauf zu verstehen, ob und wie sich neuronale Aktivitätsmuster unter Stress verändern, wenn CBD verabreicht wird. Dabei geht es nicht um das bloße Bauchgefühl, sondern um messbare Prozesse im zentralen Nervensystem. Solche Studien sind wichtig für die Grundlagenforschung, liefern jedoch zunächst keine direkten Empfehlungen für die Alltagsnutzung. Da es ein laufendes Projekt ist, stehen finale Ergebnisse noch aus, hier darf man also auf finale Ergebnisse noch gespannt sein.
Zusammenfassung der Studie:
- Studiendesign: laufende klinische Studie
- Fokus: neuronale Stressverarbeitung
- Methodik: bildgebende Verfahren (Neuroimaging)
- Status: noch keine Ergebnisse veröffentlicht
- Einordnung: reine Grundlagenforschung
Aktuelles Ergebnis:
Da die Neuroimaging-Studie seit 2025 noch läuft, sind bislang keine Ergebnisse veröffentlicht. Ziel ist es, Stressverarbeitung im Gehirn unter kontrollierten Bedingungen messbar zu machen. Konkrete Aussagen zu Effekten lassen sich daher aktuell noch nicht treffen, die finalen Auswertungen bleiben also abzuwarten.
Kurzzeit-Studie zu CBD-Öl und psychosozialem Stress (Journal of Cannabis Research, 2025)
Im Jahr 2025 erschien im Journal of Cannabis Research eine Untersuchung, die sich mit der kurzfristigen Nutzung von CBD-Öl und psychosozialem Stress beschäftigte. Die Studie erstreckte sich über etwa 30 Tage und basierte primär auf den Selbstauskünften der Teilnehmenden.
Besonders spannend: Die Ergebnisse zeigten, wie stark die subjektive Wahrnehmung durch die eigene Erwartungshaltung beeinflusst werden kann. Veränderungen im empfundenen Stress ließen sich nämlich nicht eindeutig von Placebo-Effekten trennen. Die Autor:innen betonten daher ausdrücklich, dass die psychologische Komponente („Erwartung wirkt mit“) bei der Bewertung solcher Ergebnisse eine riesige Rolle spielt.
Zusammenfassung der Studie:
- Studiendesign: Kurzzeitbeobachtung (30 Tage)
- Fokus: psychosozialer Stress im Alltag
- Ergebnislage: keine eindeutige Abgrenzung zum Placebo
- Besonderheit: starke Rolle der Erwartungshaltung
- Einordnung: zeigt die Grenzen der Forschung auf
Aktuelles Ergebnis:
Die Kurzzeit-Studie aus dem Jahr 2025 konnte keine klaren Unterschiede zwischen CBD-Öl und Placebo im Hinblick auf empfundenen psychosozialen Stress aufzeigen. Veränderungen in den Selbstauskünften ließen sich stark mit der individuellen Erwartungshaltung erklären. Die Ergebnisse verdeutlichen damit, wie relevant psychologische Faktoren sind und dass entsprechende Befunde vorsichtig einzuordnen sind.
Meta-Analyse zu CBD und Angst (2024)
Da Stress und Angst physiologisch eng miteinander verknüpft sind, lohnt sich ein Blick auf verwandte Felder. Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2024 fasste mehrere klinische Studien zu CBD und Angst zusammen.
Die Analyse ergab zwar Hinweise auf Zusammenhänge, betonte aber, dass diese extrem stark vom Studiendesign, der Dosierung und der Dauer abhängen. Für den Bereich Stress lassen sich daraus zwar keine 1-zu-1-Schlüsse ziehen, aber die Arbeit bietet einen wertvollen Überblick über die oft sehr unterschiedliche Datenlage.
Zusammenfassung der Studie:
- Studiendesign: systematische Übersichtsarbeit (Meta-Analyse)
- Themenfeld: Angst als stressnaher Bereich
- Ergebnis: sehr heterogene (unterschiedliche) Datenlage
- Einschränkung: uneinheitliche Methoden der Einzelstudien
- Einordnung: indirekte Relevanz für die Stressforschung
Aktuelles Ergebnis:
Die Datenlage wird insgesamt als heterogen beschrieben, sodass sich keine eindeutigen Schlussfolgerungen ableiten lassen. Für den Bereich Stress ergeben sich daraus lediglich indirekte Anhaltspunkte – die Ergebnisse unterstreichen vor allem die Komplexität und Uneinheitlichkeit der bisherigen Forschung.
Studienlage und Praxiserfahrungen einordnen
Die aktuellen Untersuchungen zeigen: CBD wird intensiv erforscht, aber die Ergebnisse ergeben noch kein fertiges Puzzle. Es ist wichtig, zwischen den verschiedenen Forschungsebenen zu unterscheiden. Während Laborstudien isolierte Aspekte unter kontrollierten Bedingungen prüfen, ist der „echte Stress“ im Alltag deutlich komplexer.
Theoretisch diskutiert die Wissenschaft spannende Mechanismen, etwa Wechselwirkungen mit stressbezogenen Systemen im Körper. Das sind jedoch vorerst nur Hypothesen und keine Beweise für eine Wirkung im Alltag.
Viele Menschen berichten zwar von positiven persönlichen Erfahrungen, aber diese Berichte sind individuell und lassen sich nicht einfach verallgemeinern. Bei der gesamten Einordnung der Studien sollte man die Ergebnisse aktuell nicht überinterpretieren und persönliche Erfahrungen stets im Kontext sehen.
Was lässt sich aktuell zu CBD und Stress sagen?
Unterm Strich zeigt sich: CBD ist im Zusammenhang mit Stress ein Forschungsfeld mit wachsender Aufmerksamkeit. Einzelne Studien liefern interessante Beobachtungen, gleichzeitig wird deutlich, wie unterschiedlich Ergebnisse je nach Studiendesign, Messmethode und Kontext ausfallen können. Die aktuelle Datenlage erlaubt daher keine pauschalen Aussagen, sondern vor allem eine differenzierte Betrachtung.
Ob CBD in deinem persönlichen Alltag eine Rolle spielt, bleibt deine individuelle Entscheidung. Stress ist kein isoliertes Phänomen, sondern entsteht im Zusammenspiel biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren. Wer sich dauerhaft belastet fühlt, kommt meist nicht umhin, die eigenen Lebensumstände, Routinen und Belastungen insgesamt in den Blick zu nehmen. Das ist ganz unabhängig von einzelnen Substanzen oder Trends.
Kleine Rituale, große Wirkung
Unabhängig von Studien und Wirkstoffen zeigt die Erfahrung: Oft sind es die bewussten Unterbrechungen im Alltag, die den größten Unterschied machen. Ein persönliches Ritual – sei es die Zubereitung einer Tasse Tee, ein kurzer Spaziergang um den Block oder ein paar Minuten bewusste Atmung – hilft dabei, aus dem „Autopiloten“ des Stresses auszusteigen.
Solche festen Routinen signalisieren dem Körper und dem Geist: Jetzt ist Zeit für eine Pause. CBD kann dabei für viele ein Teil dieses Rituals sein, etwa als Moment der Achtsamkeit beim Einnehmen. Hier haben wir Tipps für Abendrituale zusammengefasst. Am Ende ist es oft die Kombination aus Struktur, Selbstfürsorge und dem bewussten Setzen von Grenzen, die uns hilft, auch in hektischen Zeiten die Balance zu bewahren.
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Quellen & Studien (Stand: 12.12.2025)
BMJ Open (2024): Effects of cannabidiol on psychosocial stress
ClinicalTrials.gov (2025): Study of Cannabidiol and Neuroimaging on Stress (NCT07278505)
Journal of Cannabis Research (2025): Effects of short-term cannabidiol treatment on response to social stress
Psychiatry Research (2024): Therapeutic potential of cannabidiol (CBD) in anxiety disorders – Meta-analysis


